Gegen Wildwuchs beim Windkraftausbau

Im Regionalentwicklungsausschuss am 24. Februar wurden die Ausschussmitglieder und die interessierten Zuhörer von der Verwaltung über den Regionalplan für die Kreise Plön,  Rendsburg – Eckernförde und Stadt Kiel informiert. Obwohl keine Debatte hierüber vorgesehen war, hielten es die FDP – Vertreter im Ausschuss für erforderlich, die Kollegen der anderen Fraktionen und die Verwaltung aufzuwecken.

Dieser Plan sieht nämlich vor, dass der Kreis – Rendsburg Eckernförde übermäßig mit Windenergieanlagen belastet werden soll, während für den Kreis Plön nur wenige Flächen hierfür vorgesehen sind und für die Stadt Kiel praktisch keine.

Die FDP legte dar, dass die bis zu 200 m hohen Anlagen, die inzwischen zulässig sind, nahezu von jeder Stelle im Kreis aus zu sehen sind. Damit wird Natur zerstört, obwohl im Kreis drei Naturparke ausgewiesen sind. Es ist zudem ein negativer Einfluss auf den Tourismus im Kreis zu erwarten. Zudem ist davon auszugehen, dass der Wert der Baugrundstücke auch im weiteren Umkreis der Anlagen abnehmen wird oder die Grundstücke unverkäuflich sein werden, da bei solch hohen Anlagen störende Geräusche im niedrigen Frequenzbereich (Infraschall) auftreten.

Die Verwaltung hat es bisher abgelehnt, selbst Stellung zu dem Plan zu beziehen mit dem Hinweis, dass die Planungen des Landes noch nicht abgeschlossen seien. Zudem sei es Sache der Gemeinden, ihrerseits aktiv zu werden. Die Vertreter der FDP – Fraktion haben darauf hingewiesen, dass die Zeit für Stellungnahmen drängt. Bereits jetzt schon werde in den Gemeinden von Investorenseite mit diesen Plänen gearbeitet und erheblich Druck auf Gemeindevertreter und Bürger ausgeübt. Eine Einflussnahme auf die staatliche Planung verspricht zudem jetzt mehr Erfolg als später, nach den Sommerferien, wenn sich die Planung verfestigt hat.

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