Ralph Lorenz diskutiert mit den Naturbewirtschaftern in Rieseby

„Wer schützt uns vor den Naturschützern ?“

Dieser provokanten Frage ging der liberale Naturschutz- und Umweltexperte Ralph Lorenz vor interessiertem Fachpublikum im Riesby Kroog in Rieseby nach.

Im Mittelpunkt seines Vortrages standen liberale Grundsätze und Werte, die auch im Naturschutz Beachtung finden müssen.

Eigentum, Vertragsfreiheit, Rechtstaatlichkeit und Wettbewerb sind für Ralph Lorenz Leitplanken politischen Handelns, auch wenn es um die Natur geht.

Ralph Lorenz arbeitete anhand vieler Beispiele heraus, dass nicht jedes  Naturschutzprojekt wirklich dem gesetzten Ziel diene und dass häufig die beteiligten Akteure unangemessen in ihrer Handlungsfreiheit eingeschränkt würden.

In einer lebhaften Diskussion gab das Publikum – Landwirte, Jäger, Forstwirte, Imker und Naturliebhaber – seinem Gefühl Ausdruck, unter dem Mantel des Naturschutzes zunehmend bevormundet zu werden. Warum lässt sich Naturschutz nicht gemeinsam mit den Naturbewirtschaftern auf freiwilliger und vertraglicher Basis verwirklichen, fragten sich die Gäste immer wieder.
„Es muss wieder mehr fachlicher und praktischer Sachverstand in die politische Diskussion“, forderte ein Landwirt. „Die über Jahrhunderte gesammelte gute fachliche Praxis sowie wissenschaftliche Erkenntnisse müssen wieder verstärkt in den Fokus rücken und Basis für politische Entscheidungen bilden.“

„Und was ist mit dem romantisierenden Bild der unberührten Natur?“, ergänzte ein anderer Teilnehmer. „Die jüngsten Erfahrungen mit dem Jakobskreuzkraut zeigen, wozu gutgemeinte, aber einseitige Maßnahmen wie bloße Flächenstilllegungen führen.“

Landwirtschaftliche Produktion, auch in großem Stil, ist nicht von vornherein schlecht, hoben die Teilnehmer immer wieder hervor.Verbände und Interessenvertretungen zeichneten häufig ein falsches Bild von den Agierenden. Das  schade der Sache.

Zum Schluss stimmten alle darin überein, dass dieses Feld nicht Ideologen, Phantasten und Fanatikern überlassen werden dürfe.