Presseinformation 5/2017 der Freien Demokraten Rendsburg-Eckernförde:

Verbreitung von Jakobskreuzkraut nachhaltig stoppen

Im Kreis Rendsburg-Eckernförde hat die Verbreitung des Jakobskreuzkrautes (JKK) deutlich zugenommen. Naturbewirtschafter, wie Landwirte oder Imker, haben schwer mit der giftigen Pflanze zu kämpfen. Unterstützung aus der Landesregierung gibt es kaum bis gar nicht. Die Einrichtung eines Kompetenzzentrums oder runder Tische zielt nicht auf eine nachhaltige Verbannung des JKKs ab.

Die Freien Demokraten begrüßen die Forderung von FDP und CDU im Schleswig-Holsteinischen Landtag, dass die explosionsartige Ausbreitung des JKK endlich mit einer effektiven Strategie gestoppt werden muss.

Durch den nasskalten Sommer 2016 sind spätblühende Pflanzen, wie das Jakobskreuzkraut (Juli bis September) für die Bienenvölker wieder besonders attraktiv geworden. Imker in Schleswig-Holstein haben festgestellt, dass der Nektar des JKK zwar nicht für die Bienen schädlich ist, es allerdings zu deutlich über dem Richtwert liegenden PA-Werten im Sommerhonig kam. Diese jüngsten Honiguntersuchungen sind besorgniserregend, aber nicht verwunderlich. Das Jakobskreuzkraut enthält sekundäre Pflanzenstoffe – die sogenannten Pyrrolizidinalkaloide (PA).

Bernd Hadewig, Kreisvorsitzender der Freien Demokraten in Rendsburg-Eckernförde, unterstützt die Forderung des FDP-Landtagsabgeordneten Oliver Kumbartzky:

„Die vom Land geförderten Programme ‚Blüten für Bienen‘ und ‚JKK und Tiergesundheit‘ müssen fortgesetzt werden. Zusammenhänge zwischen dem Trachtangebot (JKK und Alternativen) im Umfeld von Bienenständen, den Schleuderterminen für die Sommerhonige und ihr PA-Gehalt müssen weiter erforscht werden“, so Hadewig.

Insbesondere auf den Landesliegenschaften wie Autobahnrändern der A7 oder den Flächen der landeseigenen Stiftung Naturschutz muss gehandelt werden. Eine Möglichkeit ist das Mähen des Jakobskreuzkrauts vor der Blüte. Die Tatsache, dass es keinen einheitlichen Grenzwert für Pyrrolizidinalkaloide gibt, ist ein beträchtliches Problem. Hier bedarf es einer Klärung durch das Bundeslandwirtschaftsministerium, denn das JKK ist nicht nur für die Imkerei ein großes Problem, sondern insbesondere auch für alle Wiederkäuer und Pferde. Das Gift des JKKs ist stark giftig und greift die Organe der Tiere an.

Der angebliche Naturschutz kann nicht vor dem Verbraucherschutz stehen – die Sicherheit von Mensch und Tier geht vor.

V.i.S.d.P. Bernd Hadewig, Sophienruh Flensburger Str. 95, 24340 Eckernförde



Gyde Jensen

Wiesenkamp 30

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