Pressemitteilung zum Kreisparteitag

Groß Wittensee.

Die Liberalen bereiten sich auf die Europawahl 2019 vor. Auf dem Kreisparteitag der FDP im „Schützenhof“ in Groß Wittensee begrüßten rund 40 Liberale Helmer Krane aus Bad Bramstedt, der sich bei der Landesvertreterversammlung am 17. November zur Wahl als Spitzenkandidat der schleswig-holsteinischen Freien Demokraten stellen wird.
Der Vorstand der FDP Schleswig-Holstein nominierte den 28jährigen Juristen, der den Online-Landtagswahlkampf der Partei geleitet hatte, in seiner letzten Sitzung einstimmig für diese Position.
Krane zeichnete die Vision einer Europäischen Union, die Perspektiven bietet: „Geben wir nicht nur Arbeitnehmern und Kapital Freizügigkeit, sondern auch der Bildung. Europa soll der Ort sein, an dem das Versprechen auf Sozialen Aufstieg eingelöst wird.“ Neben einem Mehr an Demokratisierung und Investitionen in Zukunftstechnologien trat er für eine echte Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik ein: „In Handelsfragen sind wir als EU erfolgreich, weil wir mit einer Stimme sprechen. Diese Handlungsfähigkeit brauchen wir auch in der Außenpolitik.“ Dafür sei die Entwicklung des Einstimmigkeitserfordernisses hin zu einem System mit Mehrheiten erforderlich.
Auf dem Parteitag betonte die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende im Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe Gyde Jensen aus Neudorf den hohen Stellenwert liberaler europäischer Werte: „Es kommt auf unseren eigenen Wertekompass in Europa an und darauf, dass wir für uns begreifen: Das Eintreten für Menschenrechte, für Werte wie Freiheit, Demokratie und Rechtstaatlichkeit, ist die Aufgabe von uns allen. Europa muss zu einem verlässlichen Partner beim Thema Bürgerrechte werden, sich Freiheitseinschränkungen für nur scheinbar mehr Sicherheit entgegenstellen und die Rolle als humanitäre Großmacht festigen. Europa muss in den Mittelpunkt unseres politischen Denkens rücken.
Die kommenden Europawahlen, vielleicht die wichtigsten jemals, beinhalten die Chance, dem europäischen Diskurs neues Leben einzuhauchen und die Visionslosigkeit der letzten Jahre, insbesondere in Deutschland, zu beenden.“ In der anschließenden Diskussion gab es viele Fragen zur Digitalisierung, zur Wirtschaftspolitik, zur Steuergerechtigkeit und zur Bildungspolitik in der EU. Im Anschluss folgten die Wahlen der Delegierten für die Landesvertreterversammlung, sowie die Beratung verschiedener Anträge. Unter anderem sprachen sich die Mitglieder gegen den Vorschlag einer Widerspruchslösung bei Organspenden von Bundesgesundheitsminister Spahn aus.
Der Kreisvorsitzende Bernd Hadewig bedankte sich bei den Anwesenden für die offene und engagierte Diskussion. Zum Abschluss des Parteitages erklärte Hadewig „Die FDP im Kreis Rendsburg-Eckernförde hat nun die ersten Weichen für einen engagierten Europawahlkampf gestellt“.

 

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